Van Keelen-Test - Für und Wider

Ansätze, Strategien, Wahrscheinlichkeiten, Progressionen, alles was es so Überlegungen um Roulette gehört. Auch wenn keine konkreten Ergebnisse herauskommen, eben - Theorie

Van Keelen-Test - Für und Wider

Beitragvon RoulettePilot » Mo 13. Jan 2014, 23:04

ich entfühere das Thema mal hierher:
Worum gehts..
Das Bewerten einer Strategie:
Es gibt ja etliche in der Vergangenheit entwickelte Ideen dazu, wie man etwas über die Qualität eines Systems (=Player) erfahren könnte: Ich gebe hier mal (keine Ahnung woher ich das habe) den Van-Keelen-Test zur Kenntnis (bitte beachten, der Test geht von mind. 1000 GESETZTEN Coups aus, nicht von 1000 Würfen!):

Der van Keelen-Test setzt die gesetzten Coups zu dem erzielten Gewinn in Beziehung und schließt ab einem bestimmten Verhältnis zwischen diesen beiden Größen auf die Überlegenheit bzw. Gewinnsicherheit des geprüften Systems, wobei die Mindestanzahl der gesetzten Coups mindestens 1.000 betragen muss. Die Sätze müssen im Gleichsatz (masse égale) erfolgen.
Bei einem System auf die Einfachen Chancen ist von einer echten Überlegenheit auszugehen, wenn
• bei 1.000 gesetzten Coups mehr als 100 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 8.000 gesetzten Coups mehr als 60 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 100.000 gesetzten Coups besser als mit 1.000- abgeschnitten wurde.
Bei einem System auf Dutzende oder Kolonnen ist von einer echten Überlegenheit auszugehen, wenn
• bei 1.000 gesetzten Coups mehr als 50 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 8.000 gesetzten Coups mehr als 40 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 100.000 gesetzten Coups besser als mit 2.000- abgeschnitten wurde;
Bei einem System auf Sechsertransversalen ist von einer echten Überlegenheit auszugehen, wenn
• bei 1.000 gesetzten Coups mehr als 100 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 8.000 gesetzten Coups mehr als 200 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 100.000 gesetzten Coups besser als mit 600- abgeschnitten wurde.
Bei einem System auf Dreiertransversalen (die Werte gelten auch für Carrés) ist von einer echten Überlegenheit auszugehen, wenn
• bei 1.000 gesetzten Coups mehr als 200 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 8.000 gesetzten Coups mehr als 500 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 100.000 gesetzten Coups besser als Null abgeschnitten wurde.*)
Bei einem System auf Zahlen (Pleins) ist von einer echten Überlegenheit auszugehen, wenn
• bei 1.000 gesetzten Coups mehr als 500 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 8.000 gesetzten Coups mehr als 1.500 Stücke Gewinn erzielt wurden;
• bei 100.000 gesetzten Coups mehr als 500 Stücke Gewinn erzielt wurden.
*) Wie der van Keelen-Test zeigt, kann auch von einer Überlegenheit eines Systems gesprochen werden, wenn kein Gewinn erzielt, aber Zerovorteil egalisiert oder reduziert werden konnte. Außerdem ist zu beachten, dass bei zunehmender Prüfstrecke prozentual die Gewinne sinken. Aber selbst wenn nach einer langen Prüfstrecke ein System einen geringen Verlust ausweist, der unter dem durch die Zero verursachten Verlust liegt, besteht die Möglichkeit, dass sich mit einer angepassten Progression dennoch Dauergewinne erzielen lassen. Auf jeden Fall ist eine Prüfstrecke von 1.000 gesetzten Coups das absolute Minimum, ohne die kein ernsthafter Systemspieler sein System „mit Geld“ spielen sollte.


@drTraub : Dies scheint ja nun dein Liebling zu sein.Soweit ich bisher verstanden habe, hat er sogut wie alle Systeme als "nicht vorteilhaft" bewertet.

Würde das nicht auch jeder Test mit Echtem Kapital auch machen?

Was mich daran stört sind die nicht nachvollziehbaren Werte, und auch...
Warum muss ich 60 Plus haben damit das System gut ist. Wieso reicht 1 Stück nicht aus?
Und was hat es mit der ominösen Zahl 1000 auf sich? und 8000? warum nicht 5000 und 12000.

Das sind alles Dinge die mich wundern.
Es gibt ja durchaus Systeme, und das werden wohl die meisten sein, die gar nicht so lange geplant sind.
Ich selbst spiele z.B. mache Systeme solange bis sie 1x ins Minus kommen und dann wandern Sie auf die Halde. Meist habe ich vorher aber guten Gewinn gemacht.

Nach dem van Keelen wäre es sicher ein schlechtes System, weil er z.B. bitter bis zu 1000 gesetzten Coups durchteset.

Ich aber schon - je nachdem wann das geplante Kapital weg ist (meist 20 Euro) nach vielleicht 400 gesetzten Coup aufhöre. Also das System doch "gut" war (in Sinne ich habe mehr Geld als vorher)

Dies ist was mich irgendwie stört :-)
Simulierst du noch, oder verlierst du schon?
Benutzeravatar
RoulettePilot
Administrator
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi 18. Sep 2013, 09:58
Wohnort: Datteln

Re: Van Keelen-Test - Für und Wider

Beitragvon drtraub » Di 14. Jan 2014, 11:18

Halli, hallo. Mit Liebling hat das nichts zu tun, es ist schlicht der EINZIGE Test, den ich kenne :roll: . Dank RP und den hier versammelten Playern konnte ich nun anders als früher richtig testen (ich bin ja von Hand nie bis 8000 gekommen, ich muss ja auch noch gelegentlich ein bißchen arbeiten, um die Miete für den RP zu bezahlen... 8-) ). Nun stelle ich fest, dass bei den EC die von ihm geforderten 60 Euronen bei 1 € im Gleichsatz tatsächlich einen Sinn zu haben scheinen, denn auch der Sieger der Testungen ist beim fünften Durchlauf stabil im Minus geblieben - er hatte nie die 60 nach 8000 erreicht. Die Grundlagen und Berechnungen, die der Kollege van Keelen irgendwann vor 50 oder mehr Jahren angestellt hat, sind mir natürlich ganz unbekannt. Ich warte jetzt Mal ob der Grand DeLuxe Player von max das Kriterium erreicht - derzeit sieht es gut aus - und lasse ihn dann unentwegt immer bis 8000 gesetzte Coups laufen und dann wollen wir mal sehen, ob sich hier bewahrheitet, dass dieser Player immer im Plus läuft (das Ergebnis stelle ich im Forum bei dem Player rein, s. dort). Das wäre m. E. doch ein Erfahrungsbeweis für die Richtigkeit der Annahmen von van Keelen.

Ansonsten bin ich mit meinem Latein, was die Bewertung von Playern anbelangt, am Ende. So eine Stärkeberechnung, wie von dir angedacht, wäre sicher sinnvoll, aber ich beherrsche mühsam die Grundrechenarten (beim Prozentrechnen wirds schon schwierig) und kann da nichts entwickeln. Es scheinen ja auch keine weiteren Systemkriterien in den letzten 300 Jahren entwickelt worden zu sein, jedenfalls ist nirgends was auffindbar. D. h. wir bewegen uns hier auf roulettewissenschaftlichem Neuland. Es konnte ohne Einsatz von PC und einem Programm wie RP ja auch nichts entwickelt werden, denn es wird wohl niemanden gegeben haben, der in der Lage war und Lust dazu hatte, sich 30 Jahre lang tgl. 8 Std. vor ein mechanisches Roulette zu setzen, um Millionen von Coups zu setzen.

Dazu kommt Folgendes: Wenn du meinst, dass die Festlegung solcher Kriterien willkürlich erfolgen kann, somit jeder seine eigene Bewertung durchführen kann, ist das natürlich richtig. Ich kann sagen, wer mir nach 500 Coups in 60% der Fälle keine 10 € bringt, ist schlecht. Oder sonst irgendwas. Das führt dazu, dass immer neue Systeme entwickelt werden müssen, die das mal machen und mal nicht. Dann brauchen wir auch weiter nichts an Strategievergleich zu entwickeln, das kann dann jeder machen wie er denkt und wir haben eine rein subjektive Einschätzung, die natürlich hier eingestellt werden kann. Ich MEINE (ich weiß es nicht) oder auf weiblich: Ich FÜHLE jedoch, dass es durchaus eine mathematische Berechnung geben kann, die mir sagt, dass ein Player, wenn er innerhalb einer bestimmten Zeitspanne soundsoviel Coups setzt und dann noch auf einer soundso Stückhöhe ist, eine deutliche Überlegenheit über die Null und damit über das heutige Roulette hat. Dies wäre eine mathematisch - objektive Feststellung unabhängig von persönlichen Vorlieben. Diese objektive Feststellung muss nicht mit den subjektiven Vorlieben (z. B. "schnell rein - schnell raus") übereinstimmen. Hier können andere Kriterien angewandt werden. Aber ich hätte dann ein System, das objektiv das Roulette IN SEINER HEUTIGEN FORM besiegt und grundsätzlich auch spielbar ist. Ich gehe davon aus, dass die letzte Version von Doppel-dri-du von max z. B. bereits einen Sieg über das Roulette errungen hat, sie ist aber aufgrund ihrer extrem seltenen Setzweise nicht praktisch anwendbar. Wenn ich sie jetzt mit van Keelen testen würde, würde sie wahrscheinlich die Kriterien erfüllen, aber das geht nicht, weil ich nicht wochenlang auf ein Testergebnis warten will und es hätte ja auch keine praktischen Auswirkungen, weil nicht im OC setzbar.
Ohne Roulettepilot fehlt etwas im Leben... :dance: :plove:
Benutzeravatar
drtraub
****
 
Beiträge: 812
Registriert: Mi 18. Sep 2013, 14:37
Wohnort: 18292 Kuchelmiß

Re: Van Keelen-Test - Für und Wider

Beitragvon RoulettePilot » Di 14. Jan 2014, 11:43

Was mir aber fehlt ist irgendwie da "Risiko"
ok.. nach 8000 Coups mit 60 im Plus.
Aber was, wenn er "zwischendurch" 2000 in den Miesen war. Klar bei Positiven Abschluss wäre das egal, aber wenn es DAS EINE MAL schief geht, sind ja alle Gewinne von jetzt und der Zukunft schon aufgebraucht.

DAS vermisse ich hier irgendwo, dass dem "höchsten Einsatz" keine Beachtung geschenkt wird.
Für mich persönlich ist das schon ein Kriterium was zählt.

Vielleicht ist dieser Test ja geeignet, zu testen, ob auf DAUER eine Strategie klappt.
Aber die kappt ja (wenn man Gleichsatz spielt) eigentlich bei jeder Strategie (abzüglich der x % bei der Null). Wenn nicht heute, dann morgen, wenn nicht morgen, dann übermorgen :-)

Aktuell weiß ich es ja auch nicht besser.
Und von der Berechnung wie das ganze funktionieren soll weiß ich auch nichts :-)
Aber vielleicht ist es ja diese "unbekümmertheit" die einen andere Wege gehen lässt, als das was schon x-100-Jahre zuvor praktiziert wurde.

Und.. Im Grunde bin ich fast schon am überlegen, ob man den Van-Keelen-Test nicht als Modul mit einbringen sollte. Wie es aussieht, ist der Aufwand nicht sooo hoch, und schaden kann er natürlich auch nicht.
Aber ich kann auch den Langzeittester nehmen, und immer wieder eine bestimmte Coupanzahl laufen lassen, und habe auch meine Ergebnisse.
Simulierst du noch, oder verlierst du schon?
Benutzeravatar
RoulettePilot
Administrator
 
Beiträge: 3133
Registriert: Mi 18. Sep 2013, 09:58
Wohnort: Datteln

Re: Van Keelen-Test - Für und Wider

Beitragvon drtraub » Di 14. Jan 2014, 13:29

RoulettePilot hat geschrieben:Aber die kappt ja (wenn man Gleichsatz spielt) eigentlich bei jeder Strategie (abzüglich der x % bei der Null). Wenn nicht heute, dann morgen, wenn nicht morgen, dann übermorgen :-)

Na, das stimmt aber nicht. Die anderen Player hier aus dem Forum, die ich getetstet habe, gingen ALLE kontinuierlich tiefer ins MInus (mit Gleichsatz). Von "egal was man macht" kann nicht die Rede sein. Zu allem anderen später.
Ohne Roulettepilot fehlt etwas im Leben... :dance: :plove:
Benutzeravatar
drtraub
****
 
Beiträge: 812
Registriert: Mi 18. Sep 2013, 14:37
Wohnort: 18292 Kuchelmiß

Re: Van Keelen-Test - Für und Wider

Beitragvon drtraub » Di 14. Jan 2014, 14:50

RoulettePilot hat geschrieben:DAS vermisse ich hier irgendwo, dass dem "höchsten Einsatz" keine Beachtung geschenkt wird.
Für mich persönlich ist das schon ein Kriterium was zählt.


Die Idee, den MaxSatz als weiteres Kriterium einzufügen finde ich spitzenmäßig. Das wäre sehr gut. Dieser MaxSatz ist aber natürlich wieder individuell und nicht objektiv. Hier würde also die persönliche Geld- und Geschmackskomponente mit einfließen, ist ja nicht schlecht. In jedem Fall wäre es sinnvoll, dieses Kriterium auf den MaxSatz im Casino zu begrenzen. Also nicht 10000€ als MaxSatz zulassen, sondern nur das, was auch in der Realität gesetzt werden könnte.

RoulettePilot hat geschrieben: Vielleicht ist dieser Test ja geeignet, zu testen, ob auf DAUER eine Strategie klappt.

Aktuell weiß ich es ja auch nicht besser.
Und von der Berechnung wie das ganze funktionieren soll weiß ich auch nichts :-)
Aber vielleicht ist es ja diese "unbekümmertheit" die einen andere Wege gehen lässt, als das was schon x-100-Jahre zuvor praktiziert wurde.

Und.. Im Grunde bin ich fast schon am überlegen, ob man den Van-Keelen-Test nicht als Modul mit einbringen sollte. Wie es aussieht, ist der Aufwand nicht sooo hoch, und schaden kann er natürlich auch nicht.
Aber ich kann auch den Langzeittester nehmen, und immer wieder eine bestimmte Coupanzahl laufen lassen, und habe auch meine Ergebnisse.


Du kannst im Langzeittester nur die Coups laufen lassen, nicht die GESETZTEN Coups - wenn das möglich wäre, bräuchte man kein eigenes Modul. Oder wenn es einen Limiter gäbe, der die GESETZTEN Coups zählen würde.

Was denken denn die anderen? Gibt es ein objektives Maß für die Überlegenheit eines Systems (Players) ggü. dem Roulette in seiner heutigen Form? Eine Formel? Es gibt ja noch den statistischen Ecart, der auch so etwas beweisen soll, aber da fehlen mir die Kenntnisse, wie man das bzgl. eines Systems berechnen soll.
Ohne Roulettepilot fehlt etwas im Leben... :dance: :plove:
Benutzeravatar
drtraub
****
 
Beiträge: 812
Registriert: Mi 18. Sep 2013, 14:37
Wohnort: 18292 Kuchelmiß


Zurück zu Theoretische Überlegungen und Ansätze zum Roulette

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron